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Material im Fokus

Kragarmtreppe in Eiche – das meistgewählte Stufenmaterial

Eiche ist das mit Abstand am häufigsten verbaute Material für Kragarmtreppen, in unserer Werkstatt wie deutschlandweit. Das hat technische Gründe – Eiche ist hart, formstabil und langlebig – und gestalterische: das warme Holzbild passt zu fast jedem Innenraum. Was sich lohnt zu wissen, bevor du dich für Eiche entscheidest.

34 N/mm² Brinell-Härte eines der härtesten europäischen Hölzer
5 Sortierungen Qualitäten von Wildeiche bis Riftholz
5 Oberflächen Behandlungen geölt, gewachst, gekalkt, geräuchert, gebürstet
30+ Jahre Lebensdauer bei normaler Pflege ohne Stufentausch

Was Eiche als Stufenmaterial auszeichnet

Wir verarbeiten ausschließlich europäische Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea), beides aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Rohdichte liegt bei 0,65 bis 0,75 Gramm pro Kubikzentimeter, die Brinell-Härte bei rund 34 Newton pro Quadratmillimeter. Damit gehört Eiche zu den härtesten europäischen Hölzern – sie nimmt Stiefel, Hundekrallen und jahrzehntelangen Gebrauch ohne Tiefenspuren mit.

Das Quellverhalten ist im europäischen Klima gutartig. Bei moderater Raumluftfeuchte (zwischen 40 und 60 Prozent relativ) bleibt Massiveiche dimensionsstabil. Bei stark schwankender Feuchte – ungeheizte Räume im Winter, klimatisierte Räume im Sommer – kann sich die Stufe in der Breite um 1 bis 2 Millimeter ausdehnen oder zusammenziehen. Das ist bei Kragarmtreppen unkritisch, weil die Stufe nur an einer Seite eingespannt ist und sich frei bewegen kann.

Sortierungen: vom rustikalen Astholz bis zur astfreien Riftqualität

Eiche wird nach Optik in mehrere Sortierungen unterteilt, die sich stark im Preis und im Erscheinungsbild unterscheiden:

Wildeiche / Rustikal: mit Asteinschlüssen, kleinen Rissen, lebendiger Maserung. Robuster Charakter, urige Anmutung, günstigster Preis. Beliebt in Landhaus- und Wohnstilen.

Markant: wenige große Äste, ruhigere Maserung. Mittelwert zwischen Wildeiche und astfrei.

Natur: kleine Äste erlaubt, ruhige Maserung. Klassische Eichenoptik.

Astfrei / Select: keine Äste oder nur winzige zugespachtelte Stellen, gleichmäßige Maserung. Hochwertig, modern, ruhig wirkend. Höherer Preis.

Riftholz: Sägeart, bei der die Jahrringe nahezu senkrecht zur Stufenoberfläche stehen. Sehr gerade Maserung, fast strichartig, hoch dimensionsstabil. Spezialsortierung für ansprüchsvolle Designs.

Welche Sortierung passt, hängt vom Wohnstil ab. Wir zeigen dir auf Anfrage Musterstücke aus unserer Werkstatt, damit du am Original entscheiden kannst.

Oberflächenbehandlung: geölt, gewachst, gekalkt, geräuchert

Die Oberflächenbehandlung bestimmt Aussehen, Pflegeaufwand und Haptik:

Geölt: Naturöl oder Hartwachsoel zieht in das Holz ein, bringt die Maserung zur Geltung, gibt warme Haptik. Pflege: alle 6 bis 12 Monate dünn nachölen. Beste Wahl für die meisten Anwendungen.

Gewachst: Wachs bildet einen dünnen Schutzfilm. Etwas glatter als geölt, ähnlicher Pflegeaufwand.

Weiß-pigmentiert oder gekalkt: die Eiche bekommt einen weißlichen Schimmer, der die Maserung hervortreten lässt. Beliebt in skandinavisch geprägten Wohnstilen.

Geräuchert: die Eiche wird vor dem Ölen in Ammoniak-Atmosphäre behandelt, was die Gerbsäure dunkel reagieren lässt. Ergebnis: warmer Schoko- bis Anthrazitton, ohne Farbauftrag. Sehr edle Wirkung, höherer Preis.

Gebürstet: die weichen Frühholzbereiche werden mit einer Drahtbürste leicht ausgeschwemmt, dadurch tritt die Maserung haptisch hervor. Lässt sich mit jeder der oben genannten Oberflächen kombinieren.

Massivstufe oder Mehrschichtaufbau

Bei Kragarmtreppen verarbeiten wir grundsätzlich Massiveiche, nicht Furnier auf Trägerplatte. Stufenstärke typisch 70 bis 100 Millimeter, je nach Stufenformat und Designanspruch. Die Massivstufen werden in unserer Werkstatt auf Maß zugeschnitten, mit Aussparungen für die Stahlbolzen versehen und mehrfach geschliffen und geölt, bevor sie zur Baustelle gehen.

Wenn das Budget knapp ist und der Stufenquerschnitt aus Designgründen schlanker ausfallen soll, gibt es als Alternative die sogenannte Sandwich-Stufe: Massivholzdeckel über einer Stahlblechseele. Die ist statisch sehr leistungsfähig, optisch kaum von einer Massivstufe zu unterscheiden, und kostet weniger Holz. Auch das machen wir auf Wunsch.

Pflege im Alltag

Geölte Eiche ist erstaunlich pflegeleicht. Wischen mit nebelfeucht Tuch, gelegentlich mit speziellem Eichenholz-Pflegemittel (Übergangsmöglichkeiten: Osmo Wisch-Pflege oder Saicos Wachspflege) übergehen, und einmal pro Jahr dünn nachölen. Mehr ist nicht nötig. Bei intensiver Beanspruchung (Hundefamilien, viele Kinder) kann man auch häufiger nachölen.

Kratzer und kleine Beschädigungen lassen sich mit feinem Schleifpapier (Körnung 220) örtlich aufarbeiten und mit demselben Öl nachbehandeln. Das ist ein klarer Vorteil von Massiveiche gegenüber lackierten Oberflächen, bei denen jede Beschädigung sichtbar bleibt.

Was wir vor der Planung klären

Bei einer Anfrage für eine Eichen-Kragarmtreppe besprechen wir mit dir: Sortierung, gewünschte Oberflächenbehandlung, Stufenformat (Länge, Breite, Stärke), Stufenanzahl, Übergang zu Bodenbelag (gleiche Eichen-Charge oder bewusst abgesetzt), Geländer-Material und -Optik. Auf Wunsch fertigen wir Musterstücke, damit du Maserung, Farbe und Haptik vor der Bestellung sehen kannst.

Häufige Fragen zu Kragarmtreppen in Eiche

Welche Eichensortierung empfiehlt sich für ein modernes Wohnhaus?
In modern eingerichteten Häusern dominieren ruhige Sortierungen wie Natur oder Astfrei, oft in geölter oder weiß-pigmentierter Oberfläche. Wildeiche wirkt im modernen Kontext schnell zu rustikal.
Wie lange hält eine Eichen-Kragarmtreppe?
Bei normaler Pflege rechnen wir mit 30 Jahren plus, ohne dass die Stufen ersetzt werden müssen. Massiveiche kann jederzeit nachgeschliffen und neu geölt werden – das verlängert die Lebensdauer praktisch beliebig.
Was kostet eine Kragarmtreppe in Eiche?
Der Materialanteil für Eiche liegt erfahrungsgemäß zwischen 4.000 und 8.000 Euro für eine Standard-Wohnungstreppe (12 bis 16 Stufen, Stufenformat 100 cm Länge). Bei besonderen Sortierungen wie Riftholz oder geräucherter Eiche kann der Materialanteil deutlich höher liegen. Genaue Preise nennen wir nach Konfiguration im Angebot.
Ist ein Geländer vorgeschrieben?
Ja – die Musterbauordnung schreibt für Treppen mit mehr als vier Stufen eine Absturzsicherung (mind. 90 cm Höhe) vor. Ausführung: Glas-, Stahl- oder Seilgeländer, auch Wandhandlauf möglich. Geländeranteil typisch 800–5.000 EUR je nach Ausführung.
Schwingt die Treppe beim Begehen?
Nein. Bei fachgerechter Dimensionierung liegt die Eigenfrequenz deutlich über der Schrittfrequenz, es entsteht keine Resonanz. Trittschall lässt sich durch elastische Zwischenlagen weiter dämpfen.

Beispielprojekte

Kragarmtreppen in Eiche

Diese Treppen wurden in Eiche-Wänden montiert – jede statisch geprüft, jede dokumentiert.

Häufige Fragen

Kragarmtreppe in Eiche – FAQ

Welche Eichensortierung empfiehlt sich für ein modernes Wohnhaus?

In modern eingerichteten Häusern dominieren ruhige Sortierungen wie Natur oder Astfrei, oft in geölter oder weiß-pigmentierter Oberfläche. Wildeiche wirkt im modernen Kontext schnell zu rustikal.

Wie lange hält eine Eichen-Kragarmtreppe?

Bei normaler Pflege rechnen wir mit 30 Jahren plus, ohne dass die Stufen ersetzt werden müssen. Massiveiche kann jederzeit nachgeschliffen und neu geölt werden – das verlängert die Lebensdauer praktisch beliebig.

Was kostet eine Kragarmtreppe in Eiche?

Der Materialanteil für Eiche liegt erfahrungsgemäß zwischen 4.000 und 8.000 Euro für eine Standard-Wohnungstreppe (12 bis 16 Stufen, Stufenformat 100 cm Länge). Bei besonderen Sortierungen wie Riftholz oder geräucherter Eiche kann der Materialanteil deutlich höher liegen. Genaue Preise nennen wir nach Konfiguration im Angebot.

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Sortierung, Oberfläche, Stufenformat, Stufenanzahl – wir erstellen Ihnen nach Konfiguration ein verbindliches Angebot mit Stufenmuster auf Wunsch.

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